Testspielerfolge in Neubrandenburg

Die Dartfighters Greifswald sind am vergangenen Wochenende für ein weiteres Testspiel in Vorbereitung auf die Dartliga Mecklenburg-Vorpommern zum Ligakonkurrenten NB-Darts gereist. Dort wurden über den Ligamodus zwei Spiele absolviert. Mit dabei waren Alex Voigt, Justin, Marcel, René und Teamkapitän Tobias. Wir blicken zurück auf einige Highlights des erneut sehr erfolgreichen Wochenendes für die Dartfighters Greifswald.

Zwei mal 101 zum Auftakt

Nach dem Eintreffen in der Spielstätte der Neubrandenburger gab es für die Dartfighters erst mal eine herzliche Begrüßung des befreundeten Dartclubs. Während des Einwerfens wurden nette Gespräche geführt und die, die die Location zuvor noch nicht kannten, zeigten sich sehr begeistert. Besonders das Trainingsboard mit dünneren Triple- und Doppelfeldern sowie einem winzigen Bullseye weckte das Interesse einiger Spieler. Relativ schnell ging es dann aber auch schon mit dem ersten Spiel los. In den Einzelblöcken gab es zunächst Siege von René Kähler und Justin, Marcel musste sich leider Kaschi geschlagen geben. Für ein absolutes Highlight-Spiel sorgte indes Alex Voigt in seinem Duell mit Maik. Bereits im ersten Leg konnte er 101 Punkte ins Ziel bringen und somit ein High Finish für sich verbuchen. Doch es ging noch weiter. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf gutem Niveau, beide trafen einige Triple. Es ging in den Decider, wo Maik ein wenig besser war und sich in den tiefen Zwei-Dart-Finish-Bereich brachte. Voigt hatte sich erneut auf 101 Rest gestellt. „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe nicht dran geglaubt. Man kennt das ja, du hast das ein Mal gecheckt, dann denkst du nach, weil du es nochmal kannst und dann klappt es nicht“, so Alex nach dem Spiel. Aber in diesem Fall kam es anders. Alex checkte die 101 erneut, dieses Mal zum Matchgewinn und brachte die Dartfighters damit 3:1 in Front. „Mein Gegner fragte mich nach dem Spiel ob ich immer so gut checke. Ich dachte mir nur ‚Na, wenn du wüsstest‘…“, so Alex augenzwinkernd auf seine zurückliegende Doppelschwäche anspielend.

Es folgten die Doppel. Dort hatte sich Tobias bereits lange im Vorfeld seine Gedanken gemacht, weil er etwas ausprobieren wollte. „Alex und Justin. Ich habe einfach das Gefühl, dass die beiden am Board gut harmonieren“, so der Teamkapitän. Nun, das Ergebnis gab ihm zumindest recht. Mit 3:2 setzten sich die beiden gegen Matthias Uecker und Schenki durch. Doch mit dem Spiel waren die beiden nicht sonderlich zufrieden. Anders das Doppel Kähler/Berens – trotz Niederlage. Die beiden verloren zwar mit 2:3 gegen Marko und Tilo, zeigten mit einem Average von 57,6 Punkten allerdings eine großartige Leistung. „Ich hatte das Gefühl immer wenn einer mal das Triple nicht traf, dann hat der andere das übernommen“, sagte René im Nachgang. Und auch Marcel war sehr zufrieden. In der internen Liga zuletzt mit einigen Schwierigkeiten auf die Doppel, brachte er dieses Mal beide Legs über die Doppel-16 ins Ziel. Mit 4:2 ging es also in den letzten Einzelblock. Zwei Siege würden den Dartfighters also zum Sieg reichen. René musste sich nun gegen Maik beweisen und brauchte ein wenig Zeit um ins Spiel zu finden. Erst im Laufe des zweiten Legs fand er die Triple, konnte sein Spiel aber vergleichsweise souverän ins Ziel bringen. Mit einer Prise Madhouse war Marcel unterwegs, der es aber gegen Tilo eben auch traf. Und so standen zwei 3:0-Siege zu Buche und der Sieg stand fest. Ein weiterer 3:0-Erfolg von Alex gegen Marko sorgte für den siebten Punkt, sodass die knappe 2:3-Niederlage von Justin gegen Schenki nicht mehr groß ins Gewicht viel. 7:3 hieß es für die Dartfighters, in Legs war es mit 25:13 eine deutliche Angelegenheit.

Starker Start bedeutet Sieg in Spiel 2

Nach dem ersten Erfolg der Greifswalder entschieden sich die Teams zu einem weiteren Duell. Es gab auch keine sonderlich große Pause, es ging im Grunde direkt weiter. Und dort kam es im ersten Einzelblock zu einem echten Kracher-Duell. Das Aufeinandertreffen der Renés. Kähler gegen Kaschi. Beide konnten sich Anfang des Jahres in Stralsund beim großen Turnier von northerndarts.de einen Namen machen, als beide es bis auf die Bühne schafften und dort die Zuschauer auf ihre Seite zogen, sogar ihnen gewidmete Fangesänge bekamen. Für René Kähler war dieses Turnier auch der Startschuss zu einer unfassbaren Entwicklung, wodurch er auch als Favorit in dieses Spiel ging. Es entwickelte sich jedoch eine sehr zähe Partie. „Das gibt es doch nicht. Das ist ja nicht zu fassen. Schon wieder. Na sag mal“, waren Sätze die es von Kaschi immer wieder zu hören gab, wenn er die Triple-3 traf. Und das war sehr häufig der Fall. Aber auch Kähler kam nicht sonderlich gut ins Spiel. „The ENERgy“ fand die Triple einfach zu selten und auch auf die Doppel hatte er Probleme. Eines der Highlights war die 114 von Kaschi, die er mit zwei Darts schmiss, weil der dritte Dart ihm aus der Triple-19 heraussprang. Es ging bis in den Decider, wo René dann aber doch nochmal seine starken Nerven zeigte und wichtige Treffer in der Triple-20 dabei hatte. So bekam er etwas früher die Möglichkeiten auf die Doppel und schnappte sich am Ende den 3:2-Sieg. Siegreich waren auch Alex mit 3:2 gegen Schenki, Marcel mit 3:1 gegen Matthias und Justin mit dem 3:0-Erfolg über Kenny.

Eine klare 4:0-Führung noch vor den Doppeln. Das wollten die Dartfighters Greifswald nun natürlich möglichst schnell auch klar machen. Tobias stellte daher mit Alex und René Kähler ein Doppel auf, von dem er einen klaren Sieg erwartete. Die beiden bekamen es mit Marko und Maik zu tun, gerieten aber zunächst in Rückstand. Diesen konnten sie zwar umgehend ausgleichen und wenig später mit einem Break in Führung gehen, doch so richtig lief es bei den Dartfighters in diesem Doppel nicht. „Sie waren nicht fokussiert. Sie redeten zu viel, nahmen es vielleicht auch etwas zu locker. So funktioniert das nicht und daran müssen wir definitiv arbeiten“, so Tobias nach der Partie. Im Laufe des Spiels fanden sie dann aber doch noch etwas besser rein und konnten das Spiel letztlich mit 3:1 für sich entscheiden. Marcel und Justin waren indes im anderen Doppel gegen Tilo und Kaschi zugange. Dort ging es in den Decider, wo die Neubrandenburger den deutlich besseren Start erwischten. Eine sehr wichtige 121 von Marcel brachte die Dartfighters dann aber zurück und es wurde zum Nervenkrieg. Und wieder war es Marcel Berens, der auf die Doppel zeigte, wie abgeklärt er sein kann und so den 3:2-Erfolg eintütete. 6:0 nach den Doppeln, damit stand der Sieg im zweiten Spiel bereits fest. Doch natürlich wurde auch der letzte Einzelblock noch gespielt.

Justin traf in seiner letzten Partie auf Marko Beutel. Marko hat gegenwärtig große Probleme, kämpft mit Dartitis. Für ihn war dieses Spiel gegen Justin nochmal enorm wichtig. Er hatte nicht mehr viel Zeit und spielte daher mit sehr hohem Tempo. Dies half ihm ungemein, sodass sehr wenige Verkrampfungen zu beobachten waren. Und nicht nur das, er traf ungemein viele Triple und konnte auch die Doppel zielsicher verwandeln. Ein 3:1-Sieg den ihm die Dartfighters, auch wegen des Zwischenstandes, von Herzen gönnten. Bei Alex und Marcel schien die Luft indes raus zu sein, Sie gaben sich gegen Kaschi beziehungsweise Maik ohne Leggewinn geschlagen. Einzig René Kähler konnte sich nochmal mit 3:1 gegen Tilo durchsetzen. Damit gewannen die Dartfighters auch das zweite Spiel mit 7:3, dieses Mal bei 22:18 Legs aber knapper. „Da bin ich dann natürlich auch nicht ganz zufrieden. Sieg ist Sieg, aber ich hatte den Eindruck im zweiten Spiel fehlte an einigen Stellen auch der unbedingte Wille“, so Tobias. Nichtsdestotrotz waren es aber die nächsten beiden Siege für die Dartfighters Greifswald, die nun in sechs Spielen als Verein sechs Siege auf dem Konto haben und daher positiv in Richtung MV-Liga blicken. „Ich bin mit dem Team heute insgesamt sehr zufrieden. Wir hatten letztlich nur vier Spieler dabei und haben noch einige talentierte Jungs in der Hinterhand. Mit diesem Kader dürfte in der Liga einiges möglich sein. Da wir die Probesaison dazu nutzen wollen noch einiges zu testen und jedem viel Spielzeit zu geben, sollte ein Platz unter den besten fünf ein realistisches Ziel für uns sein“, fasste Teamkapitän Tobias Gürtler nach dem Spiel zusammen.

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