Ausgeglichene Ligabilanz bleibt bestehen

Am vergangenen Wochenende stand der zweite Spieltag der MV-Liga auf dem Programm und damit auch unser erster offizieller Auswärtsauftritt. Dafür ging es nach Rostock in den Wossidlo Club, der Heimspielstätte des Meisterschaftsfavoriten, den SteelFischis. Außerdem trafen wir auf die dritte Mannschaft der SteelBulls aus Güstrow, die einen gebrauchten Saisonstart hinter sich hatten. Einen Sieg wollten wir mindestens holen, das Ziel konnte erreicht werden. Wir blicken zurück.

Großartige Performance gegen die Top Guns

Vor dem offiziellen Start der Ligasaison war allen klar, die SteelFischis werden das Team sein, das es für den Meistertitel zu schlagen gilt. Dies konnte die erste Mannschaft von Warnow am ersten Spieltag tatsächlich schaffen. Dennoch gingen die Dartfighters Greifswald realistisch in die Partie. Immer wieder betonte Teamkapitän Tobias Gürtler: „Jeder Satz, jedes Leg das wir hier holen, kann sich am Ende auszahlen“ und forderte von seinem Team Disziplin bis zum Schluss. Und direkt zu Beginn kam er aus dem Lächeln kaum heraus. Im ersten Einzelblock gab der 15-jährige Paul Würfel sein Ligadebüt und rang Johann Roloff zwei Legs ab, holte dabei einen 0:2-Rückstand auf. Für den Sieg reichte es zwar nicht, Roloff bewies seine Klasse allerdings auch mit drei High Finishes. High Finishes, die kann auch Marvin Fink und der checkte zum Matchgewinn gegen Nico Jürgens 125 Punkte auf Tops. Zwar unterlag René Kähler nach starker Leistung mit 2:3 gegen Mathias Görs, doch Julian Baethke, der ebenfalls sein Ligadebüt feierte, konnte das mit einem 3:0-Erfolg ausgleichen. Dabei ärgerte er seinen Kontrahenten René Krause mit zwei eiskalten Finishes auf der Doppel-5.

Mit einem 2:2-Zwischenstand ging es also in die Doppel, wo mit Steve Wege ein weiterer Dartfighter zu seinem ersten Einsatz kam. Er trat mit René Kähler an, Paul Würfel versuchte sich mit Marvin Fink. Beide Doppel konnten sich letztlich allerdings nicht durchsetzen und so ging es mit einem Rückstand in den letzten Einzelblock. Dort zeigte René Kähler ein Mal mehr wie stark er sich in diesem Jahr verbessert hat, als auch er gegen Johann Roloff zwei Legs gewann und ihn gehörig unter Druck setzte. Zwar belohnte sich „The ENERgy“ letztlich nicht für die Leistung und unterlag, stolz konnte er trotzdem auf das Gezeigte sein. Julian und Steve verloren in ihren letzten Einzeln ebenfalls, lediglich Marvin konnte sein Spiel nochmal gewinnen und dabei einen 16-Darter gegen Mathias Görs ans Board zaubern. Am Ende stand also eine 3:7-Pleite zu Buche, jedoch war Kapitän Gürtler keineswegs enttäuscht: „Ich bin mega zufrieden. Klar, es ist eine Niederlage, aber die Jungs haben hier gegen wirklich enorm starke Spieler gekämpft, gebissen und alles reingehauen. Die sind vom Niveau halt noch ein bisschen zu weit weg, dazu auch noch allesamt sehr erfahren. Aber hier und da war es knapp und wir konnten sie ärgern. Das Team kann stolz auf sich sein.“

Knapper als erhofft

Gegen die dritte Vertretung der SteelBulls aus Güstrow sah die Ausgangslage dann schon ganz anders aus. Nach zwei 1:9-Niederlagen zum Saisonauftakt waren die Güstrower Tabellenletzter und so gingen die Dartfighters Greifswald hier erstmals als Favorit in ein Ligaspiel. Eine Rolle, die ungewohnt war. Paul Würfel und Justin Yalcinkaya eröffneten die Partie für Greifswald, beide Spiele gingen über die volle Distanz. Paul kämpfte sich wie schon in der ersten Begegnung nach einem 0:2-Rückstand zurück und erzwang damit gegen Kevin Räder noch das Entscheidungsleg. Dort hatte der Güstrower allerdings die besseren Nerven und fuhr den Sieg nach Hause. Anders Justin. Der hatte mit Thomas Genz große Probleme und beide schafften es nicht ihr A-Game ans Board zu bringen. Doch hier war es der Greifswalder, der sich am Ende auf die Doppel einen Tick kaltschnäuziger präsentierte und den Sieg besorgte. Marvin Fink und Julian Baethke lösten ihre Aufgaben in der Folge dann mehr oder minder souverän und brachten die Dartfighters mit einer Führung in den Doppelblock. Dort wurde Marvin eine Pause gegönnt und René Kähler kam ins Match um mit Paul anzutreten. Dies funktionierte jedoch nicht so recht und so musste sich das Doppel klar mit 0:3 geschlagen geben. Julian und Justin hingegen harmonierten fantastisch und gewannen ihre Partie ohne Legverlust.

Der letzte Einzelblock lief dann erneut nicht nach der Vorstellung von Kapitän Gürtler. Yalcinkaya und Würfel unterlagen, sodass es zwei Partien vor Ende 4:4-Unentschieden stand. „Ich glaube für Paul war heute ein sehr lehrreicher Tag, aus dem er enorm gestärkt rausgehen wird. Bei Justin müssen wir mal gucken, wie wir dieses Kopfproblem lösen“, fasste Tobias zusammen. Um also einen Sieg zu holen, mussten sowohl Marvin als auch Julian ihre letzten Einzel gewinnen. Marvin bekam es mit Kevin Räder zu tun, Julian mit Aaron Gradke. Beide Güstrower zeigten bis dahin gute Leistungen an dem Tag. Entsprechend fokussiert waren die Greifswalder und sie lieferten. Enorm abgeklärt und souverän gaben beide nicht ein einziges Leg ab und sicherten damit den 6:4-Erfolg. Julian spielte dabei sogar 70 Punkte im Schnitt. „Das wollte ich auch unbedingt, ich wollte nochmal ein ganz klares Ergebnis haben“, verriet Julian im Nachgang. Der erlebte insgesamt ein fantastisches Ligadebüt und konnte mit sich zufrieden sein. In der Tabelle stehen die Dartfighters Greifswald nun auf dem siebten Tabellenplatz, haben mit zwei Siegen und zwei Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz. „Zufrieden stellt mich die positive Legdifferenz. Das zeigt, wenn wir verlieren, dann selten klar. Siege sind hingegen gerne mal deutlicher. Allerdings sind wir noch zu abhängig von Marvin Fink, der als einziger bislang für Highlights sorgen konnte. Das Ding gegen Güstrow war mir am Ende auch ein bisschen zu knapp. Wir müssen weiter an uns arbeiten und es am nächsten Spieltag besser machen, vielleicht auch endlich mal eine Niederlage vermeiden. Wir haben Potenzial für mehr und das gilt es in Warnow abzurufen“, sagte Gürtler.

Zu den MV-Liga-Statistiken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.