Vorschau: 8. Spieltag Dartfighters-Liga

Der vorletzte Spieltag unserer ersten Saison in der internen Dartfighters-Liga wirft seine Schatten voraus. Nachdem die erste Entscheidung in Sachen Abstiegskampf bereits gefallen ist, kämpfen noch drei weitere Spieler um den einen Platz, der die Rettung verspricht. Ganz oben könnte indes in den kommenden zwei Wochen bereits die Entscheidung um die Meisterschaft fallen. Doch wir blicken zuerst auf das Match zweier Spieler aus dem Vereinsvorstand, die sich bereits vor ein paar Wochen auf einem Turnier duellierten.

Der Phrasendrescher: Denny Volkgenannt vs. Kenny Sprenger

„Das ist ein sehr unangenehmer Gegner“, „Gegen Denny ist es immer schwierig“, „Ja klar, den muss ich richtig ernst nehmen, sonst besiegt er mich auch ganz schnell mal“, so ließ Kenny es immer wieder verlauten, wenn er über Denny Volkgenannt sprach. „Bullshit“, so „Double-D“ zu diesen Aussagen. „Unsere Trainingsmatches waren zwar immer recht interessant, aber Kenny hatte immer die Nase vorne, teilweise sogar recht deutlich. Dass ich schwer zu schlagen sei, das ist eigentlich nur Gerede“, so Denny weiter. Und tatsächlich scheint dieses Duell eine ganz deutliche Sache zu werden. In der Tabelle trennen die beiden drei Plätze, im Saisonaverage liegt Kenny um acht Punkte pro Aufnahme vorne. Aber woher diese Diskrepanz in den Einschätzungen? „Über kurze Distanzen kann ich gut liefern“, sagt Denny, der beim Status2-Cup über Best of 3 auch Matchdarts gegen Kenny hatte, und fügt hinzu: „Über lange Distanzen spielt Kenny aber einfach viel konstanter als ich es zurzeit kann. Daher auch dieser deutliche Unterschied in den Zahlen dieser Saison.“ Doch in einer liegt er vorne. Seinem Spitznamen entsprechend hat „Double-D“ eine bessere Doppelquote. Eine Chance für Denny. „Ich versuche einfach an mein letztes Spiel anzuknüpfen, da lief es mit dem Scoring streckenweise enorm gut. Und für ein Highlight wird es nun auch endlich mal Zeit“, sagt Denny.

Davon hat Kenny inzwischen schon ganze neun und schielt auf das zehnte. Was wird es sein, seine fünfte 180? Ein neues höchstes Finish? Ein besseres Leg als 16 Darts? Diese Fragen muss man sich aktuell stellen, denn Kenny Sprenger ist in der besten Form seines Dartslebens. Gut, nun ist das noch relativ jung, er spielt ja bekanntlich erst seit einem Dreivierteljahr. Doch umso beeindruckender ist seine Konstanz. Kürzlich zeigte er dann im Ligaspiel mit knapp 64 Punkten im Schnitt erneut eine Leistungssteigerung. „Ich habe schon mehr erreicht, als ich mir vor der Saison als Ziel gesetzt habe. Ich wollte unter die besten fünf und nun kann ich sogar schon vorzeitig den dritten Platz klarmachen. Ich freue mich riesig, wenn das klappt und würde mich in diesem Fall für meine Leistungen belohnen“, so Kenny. Der war mit einer überraschenden 5:8-Niederlage gegen Tobias Gürtler in die Saison gestartet, scheiterte damals am Druck, da er sowas wie Ligaspiele bis dahin noch nicht kannte. Damals spielte er knapp 45 Punkte im Schnitt. „Am Ende muss ich immer wieder sagen, diese Niederlage hat mir mehr gebracht, als es ein Sieg zum damaligen Zeitpunkt getan hätte. Nur wer lernt zu verlieren, kann am Ende auch gewinnen“, sagt Kenny. Gegen Denny möchte er nun erneut einen draufsetzen und wieder die 60-Punkte-Marke im Average knacken. „Denny hatte zuletzt eine durchwachsene Zeit. Aber er ist jemand, der einem das Spiel schwer machen kann. Er kann gut scoren und schnell auschecken. Daher muss man das Spiel konzentriert durchziehen, bis zum Ende. Es gibt deutlich angenehmere Gegner als Denny“, sagt Kenny abschließend und zahlt ein paar Euro ins Phrasenschwein. Das Match wird bereits am 4. Oktober stattfinden, Justin Yalcinkaya ist als Caller eingesetzt.

Das Entscheidungsspiel: Marcel Berens vs. Sebastian Pöpplow

Es war die Sensation des vergangenen Spieltages: Marcel Berens holte ein Remis gegen Denny Volkgenannt und war sogar nah dran am Sieg. Mit knapp über 50 Punkten im Schnitt zeigte er seine beste Saisonleistung. Genau zum richtigen Zeitpunkt möchte man sagen, denn mit diesem Punktgewinn hat Marcel seine Position im Kampf um den Klassenerhalt deutlich verbessert. Lediglich zwei Punkte hat er nun noch Rückstand auf den rettenden siebten Platz. „Rational ist das nicht so wirklich zu erklären. Denny war wirklich richtig gut, ich hatte ordentlich zu kämpfen. Aber ja, das trifft es eigentlich auf den Punkt, ich bin zur richtigen Zeit wieder da“, so Marcel. Ausschlaggebend könnte dabei Marcels Erfahrung sein, die er durch vorherige Engagements bei Vereinen wie Oberursel und Oldenburg sammelte. Dadurch konnte er etwas entspannter mit seinem Leistungstief umgehen, wusste an welchen Stellschrauben er zu drehen hatte. Und ist er zurück und weiß genau, wie er seinen Gegnern wehtut. „Wenn ich die Klasse halte, dann wahrscheinlich über mein Timing. Ob es am Ende wirklich reicht, das wird man sehen. Niemand ist unabsteigbar, das hat vor ein paar Jahren selbst der HSV erfahren müssen“, so Berens. Sollte ihm ein deutlicher Sieg gegen Sebastian Pöpplow gelingen und zeitgleich Justin Yalcinkaya gegen Tobias Gürtler verlieren, könnte Berens durch das Legverhältnis vor Justin rücken und den Druck auf diesen erhöhen. Am letzten Spieltag bekommt er es dann mit René Kähler zu tun. „Klar, da sehe ich mich als Außenseiter. Aber vielleicht ist genau das meine Chance. Nach dem Spiel gegen Denny muss ich mich nicht mehr verstecken. Ich denke, dass ich insgesamt ganz gute Chancen habe“, so Marcel.

Da gibt es jedoch Leute, die etwas dagegen haben. Und das ist nicht nur Justin Yalcinkaya. Auch Sebastian Pöpplow kämpft noch um den Klassenerhalt. Und wie. Seine Chancen könnte man wegen des Spielplanes sogar noch als etwas größer einschätzen, als die von Marcel. Denn sollte Sebastian das direkte Duell mit Marcel gewinnen, würde er an ihm vorbeiziehen und müsste am letzten Spieltag ins Endspiel gegen Justin, sollte dieser gegen Tobias verlieren. Doch Sebastian selbst sieht sich klar in der Außenseiterrolle. „Vor ein paar Wochen dachte ich noch, dass meine Chancen gut sind. Aber da hatte ich Marcel lange nicht spielen sehen. Wenn ich dann jetzt so sehe, was er aktuell schmeißt… Das wird ein ganz harter Brocken“, sagt Sebastian etwas pessimistisch und fügt hinzu: „Ich denke wir unterschätzen Marcel oft noch ein wenig. Aber er ist mit seiner Erfahrung einer der wenigen, der genau zum richtigen Moment zur Stelle ist und bis zum Ende kämpft.“ Doch er selbst braucht sich eigentlich nicht verstecken. Zwar reichte es zuletzt nicht für gute Ergebnisse, die Leistungen waren aber immer recht ansprechend. Nur belohnen konnte er sich dafür einfach nicht. „Ich kriege in Ligaspielen einfach noch nicht das ans Board, was ich im Training zeigen kann. Die Nervosität und Anspannung sind bei mir immer noch sehr hoch“, erklärt „The Punisher“ seine Ergebnisse. Die Ansätze waren da, wie zum Beispiel im Duell mit Marvin Fink, als er in der Anfangsphase mit über 70 Punkten ein Feuerwerk abbrannte. Kann er wieder so eine Leistung abrufen und etwas länger halten, könnte er auch Marcel schlagen. Verliert er jedoch, steht auch sein Gang ins Qualifikationsturnier und gegebenenfalls auch in die zweite Liga fest. „Wenn ich absteige, dann ist das so. Dann vielleicht auch zurecht. Aber dann spiele ich halt zweite Liga, das ist dann nicht zu ändern“, sagt Sebastian abschließend. Nur der Sieger dieser Partie hat noch Chancen auf den Klassenerhalt, die nächste Entscheidung dieser Saison steht bevor.

Der Nemesis: Justin Yalcinkaya vs. Tobias Gürtler

Auf das Duell zwischen Sebastian und Marcel wird Justin ganz genau blicken. Aber dabei darf er natürlich nicht vergessen, seine eigenen Hausaufgaben zu machen. Mit einem Sieg gegen Tobias Gürtler könnte er nämlich dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher kommen, ihn je nach Ausgang des angesprochenen direkten Duells sogar bereits klarmachen. Doch das ist schon alleine vom Kopf her gar nicht so einfach. „Es geht auch ein wenig ums Prestige. Ich konnte Tobias im Training zwar schon mal besiegen, aber noch nicht in den wichtigen Spielen. Das soll sich an dieser Stelle ändern“, so Justin kämpferisch. Und dass ihm das bisher noch nicht gelang, hat laut Justin einen ganz klaren Grund: „Tobis Stärke liegt vor allem darin die Konzentration während dieser Spiele hochzuhalten. Es ist faszinierend, wie stark Tobi in wichtigen Partien abliefern kann. Vor allem auch auf die Doppel. Im Training ist das anders. Aber eine seiner Schwächen ist, dass auch er das nicht so konstant zeigen kann wie zum Beispiel ein Kenny.“ Justin selbst scheint aktuell in einer Krise zu stecken. Nachdem er super in die Saison kam und sich für seine starken Leistungen nicht mit guten Ergebnissen belohnte, bekommt er nun, wo die Saison in ihre wichtige Phase geht, nicht mehr sein A-Game ans Board. Dennoch sind seine Chancen auf den Ligaverbleib durch den Vorsprung am größten. „Ich hole den Klassenerhalt, weil ich im direkten Duell mit meinen Abstiegskontrahenten die Oberhand behalten werde. Wenn ich nicht gegen Tobi gewinne, dann spätestens am letzten Spieltag gegen Basti“, so Justin. Doch diesen Druck am letzten Spieltag wird er sich nicht aufhalsen wollen, daher wird er schon an diesem Spieltag alles auf Sieg setzen: „Ich habe schon etliche Male gegen Tobi gespielt. Ich kenne sein Spiel und kann mich gezielt darauf vorbereiten. Klar geht er als Favorit ins Spiel, aber die Rolle des Underdogs liegt mir und irgendwann ist jeder mal dran die wichtigen Spiele zu gewinnen. Warum nicht dieses Mal?“

Für Tobias geht es in der Tabelle immer weiter nach unten. Vor drei Spieltagen stand er noch ohne jeglichen Punktverlust auf dem zweiten Tabellenplatz. Nun, drei Niederlagen später, findet er sich auf dem fünften Rang wieder und könnte theoretisch sogar noch bis auf Platz sieben abrutschen. Aber das sieht er anders. „Nee, das geht nicht. Dafür müssten sowohl Justin als auch Denny mich ja an den letzten beiden Spieltagen besiegen. Und das wird nicht geschehen. Das garantiere ich“, so Gürtler selbstbewusst. Tatsächlich war bei „One Fifteen“ in den letzten Partien eine klare Leistungssteigerung zu sehen. Zwar verlor er die Spiele, bekam es aber unter anderem auch mit den beiden Top-Spielern der Liga zu tun. „Klar, der Average ist dann von Natur aus höher, ich bekam ja nicht so viele Chancen auf die Doppel. Aber da guck ich nicht hin. Ich habe mir die anderen Statistiken angesehen und habe bemerkt, dass ich deutlich weniger Ausreißer hatte und mich im Scoring von Mal zu Mal steigerte“, analysiert Tobias. Zudem habe er wieder deutlich mehr Gefühl als noch vor der Saison. Dort sah er sich noch im Bereich der Abstiegsplätze. „Es war der Sieg gegen Kenny. Es war ein Kampf, aber ich habe ihn niedergerungen. Das hat was mit mir gemacht“, erzählt er. Und nun schaut er nicht mehr nach unten, sondern nur noch nach oben. „Wenn ich das realistisch sehe, ist Platz vier für mich noch locker drin. Dazu brauche ich lediglich zwei Siege an den letzten beiden Spieltagen. Und das wäre die eigentliche Sensation dieser ersten Dartfighters-Saison“, übertreibt Gürtler maßlos. Dieses Spiel wird am 5. Oktober ausgetragen, Denny Volkgenannt wird die Partie als Caller leiten.  

Die Meisterschaftsentscheidung(?): Alexander Stefan Voigt vs. Marvin Fink

Marvin Fink ist erster Meister der Dartfighters-Liga. So oder so ähnlich könnte die Überschrift nach diesem Spieltag lauten. Zwar hat Marvin nur zwei Punkte Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz, mit einem Sieg gegen Alexander Voigt wäre er aber durch sein fantastisches Legverhältnis uneinholbar vorne und vorzeitig der erste Champion. „Das würde mir natürlich viel bedeuten, als erster Sieger dieses Wettbewerbs in die Geschichtsbücher einzugehen. Aber das muss auch erst mal passieren. Sagen wir so, es war schon mein Ziel Erster zu werden, aber einfach war es nicht. Im Darts ist es erst vorbei, wenn der letzte Dart geworfen ist“, so Fink. Er führt die Liga nicht nur durch die Siege an, er dominiert auch sämtliche anderen Statistiken. So spielt er einen Saisonaverage von über 70 Punkten, hat dabei eine Doppelquote von über 30% und hat ganz nebenbei auch noch mit 27 Highlights die meisten aller Teilnehmer. Darunter auch mit 161 das höchste Finish. „Ich versuche in jedem Spiel Highlights zu setzen, eine 170 würde ich da in den letzten beiden Spielen sicher nicht ablehnen und ich glaube auch Alex würde sich darüber freuen“, so Fink zwinkernd. Wenn es einen Makel gäbe, dann dass Marvin in fast jedem Duell auch Legs abgab. René Kähler zum Beispiel gelangen bereits drei Whitewashes. „Natürlich ärgert mich das irgendwo. Nicht unbedingt, weil ich Legs abgebe, sondern wegen meiner Leistung in eben diesen. Ich muss konstanter über längere Distanzen spielen. Ein weiterer Whitewash wäre natürlich nochmal ein netter Bonus, aber nicht schlimm, wenn es nicht klappt“, so Fink.

Alexander Voigt hatte vor der Saison immer wieder betont, er werde Dritter. Dies sei sein Anspruch und dieses Ziel werde er auch erreichen. Das könnte allerdings nach diesem Spieltag rechnerisch bereits nicht mehr möglich sein. Am Ende könnte er sogar noch bis auf Platz sechs abrutschen. Die Saison war für alle Spieler eine lehrreiche, wohl auch für Alex, der nun kleinere Brötchen backt. „Ist die Platzierung so wichtig? Klar, es waren Spiele dabei, die hätten anders ausgehen müssen. Aber ich will jetzt keine spezielle Platzierung mehr erreichen. Ich möchte am Ende nur noch mit meinem Spiel zufrieden sein und Schritt für Schritt an mir arbeiten“, so der „Hausmeister“. Gegen Marvin scheint ein Sieg unmöglich, daher guckt Voigt in diesem Spiel auch nicht auf das Ergebnis. Selbst einen Whitewash würde er wohl hinnehmen, wenn er selbst so eine Leistung abrufen kann, wie zuletzt gegen Kenny Sprenger. „Wenn ich ihm dadurch das eine oder andere Leg abnehme, umso besser. Aber schlussendlich werde ich nur ein weiterer Sieg auf Marvins Spielplan sein“, sagt Alex. Dennoch gibt er das Spiel nicht von vornherein ab. Er freue sich darauf, weil er sich nach eigener Aussage von starken Spielern immer mitziehen lasse und dadurch seine besten Leistungen bringt. Und bei einer Verkettung unglücklicher Umstände, sieht er sogar eine kleine Chance gegen Marvin etwas mitzunehmen: „Vielleicht wenn er Schnupfen hat. Und sich den Zeh morgens stößt. Und sich mit dem Brotmesser in den Wurffinger schneidet. Und ich mich dann noch super pushen lasse. Dann. Vielleicht.“

Der Krisengipfel: René Kähler vs. Alexander Plewka

Am vergangenen Spieltag war es soweit. Alexander Plewka musste eine weitere Niederlage einstecken und damit den Gang ins Qualifikationsturnier und womöglich auch in die Zweitklassigkeit akzeptieren. „Ich habe nun keine Erwartungen mehr an die letzten beiden Spiele“, so „Acki“. Es war eine komplett gebrauchte Saison für den „Dartfather“, der von Anfang an mit der Aufregung zu kämpfen hatte und schnell in einen Abwärtsstrudel geriet, aus dem er nicht mehr raus kam. Die Statistiken sprechen hierbei eine deutliche Sprache, so liegt er in Average und Doppelquote weit hinter dem restlichen Teilnehmerfeld. „Eine Teilnahme an der zweiten Liga könnte für ihn daher der richtige Schritt sein um die Batterien wieder aufzuladen, nochmal runterzufahren und entsprechend mit neuer Energie den Weg zurück zu finden. Ich würde es ihm wünschen“, so Teamkapitän Tobias Gürtler. Zwei Spiele sind in dieser Saison allerdings noch zu absolvieren. Gegen René Kähler scheint auf dem Papier nicht viel möglich, obwohl auch der sich zuletzt in eine Krise bewegte. Acki bleibt für dieses Spiel bescheiden. „Ich möchte vielleicht nochmal für ein paar schöne Highlights sorgen. Und eine 180, das wäre schön“, so Plewka. Aber eins kann er der Saison dann doch abgewinnen: „Die Aufregung wird am Ende der Saison gen Null gehen. Also dahingehend hat sie auf jeden Fall etwas gebracht.“

Für René Kähler ist die Partie gegen Alexander Plewka ein Pflichtsieg. „Rein vom Papier her, ja, muss man so sagen. Aber so kann und werde ich das nicht angehen. Jedes Spiel ist Arbeit und für mich gibt es keine leichten Gegner. Ich nehme jeden ernst, das gebietet das Fairplay und das verdient jeder Spieler auch“, so Kähler. Der hatte eigentlich gerade angefangen so richtig Fahrt aufzunehmen. Er erreichte bei einigen Turnieren das Treppchen, konnte sich in Sarow seinen ersten Turniersieg sichern und spielte Kenny Sprenger mit einer Glanzleistung an die Wand. Doch danach sank die Formkurve und die Leistungen entfernten sich von Renés eigenen Ansprüchen. „Darum nehme ich mir natürlich vor, so schnell wie möglich zu alter Stärke zurück zu finden. Und die Doppel zu treffen die ich brauche und nicht irgendwelche Felder daneben“, sagt „The ENERgy“. Ein Sieg von Alexander Plewka scheint eigentlich nicht im Rahmen des Möglichen, das sieht Kähler aber anders. „Es könnte schon passieren, wenn ich mein Spiel weiterhin nicht in den Griff bekomme und meinen Fokus verliere. Klar, Acki braucht dann einen Sahnetag. Aber niemand ist unschlagbar und ich derzeit sowieso nicht“, so Kähler. Für ihn ist es jetzt nur noch wichtig den zweiten Tabellenplatz zu sichern und vor Kenny Sprenger zu bleiben. Die Meisterschaft hat er bereits abgeschrieben: „In der derzeitigen Form habe ich da keine Chance mehr drauf. Außerdem hat sich Marvin seit ich ihn in Stralsund das erste Mal gesehen hab nochmal unheimlich verbessert. Der wird da seinerseits nichts mehr anbrennen lassen. Oder sagen wir so, es würde mich sehr überraschen.“

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