Nächster „Absteiger“ steht fest

Die erste Hälfte des Oktobers ist vorbei und damit auch der vorletzte Spieltag der Dartfighters-Liga. Spannung, die gab es in den einzelnen Spielen kaum. Zu deutlich fielen die Ergebnisse dieses Mal aus. Eines sorgte dabei sogar für die nächste Entscheidung im Abstiegskampf. Doch genau dieses Spiel hat die Tabelle im unteren Drittel auch nochmal ordentlich heiß gemacht, sodass sich ein Spieler nach aktuellem Stand doch noch gerettet hat. Und das, obwohl er nach fünf Spieltagen noch keinen einzigen Punkt hatte. Wir blicken zurück.

Der „Präsi“ muss ins Quali-Turnier

Es war die letzte Begegnung, die an diesem Spieltag noch ausgespielt werden musste. Unser Vereinsboss Sebastian Pöpplow bekam es mit Marcel Berens zu tun und schon im Vorfeld war klar, nur der Gewinner hätte noch Chancen auf den Klassenerhalt. Dementsprechend ernst nahm Pöpplow diese Begegnung auch und versuchte sein bestmögliches Spiel herauszukitzeln. Vielleicht dachte er aber auch zu viel nach, denn er kam zu dem Entschluss für das Match zurück zu seinen alten Darts zu wechseln. Ob dies am Ende ausschlaggebend war, das können wir nicht abschließend beurteilen. Fakt ist jedoch, dass er ungewöhnlich viele Ausreißer drin hatte. Marcel war vor allem in der Anfangsphase etwas konstanter auf die großen Felder, ohne sich jedoch deutlich absetzen zu können. Nachdem die ersten drei Anwürfe allesamt an denjenigen gingen, der sie auch begonnen hatte, schnappte sich Berens im vierten Leg das erste Break. Die Antwort von Sebastian war stark, als er sofort den alten Abstand wieder herstellte, jedoch bewies Marcel genau in dieser Phase seine Nervenstärke. Ein Bullfinish tat seinem Gegner ordentlich weh und so konnte sich „The Decider“ bis auf 6:2 absetzen. Ein letztes Mal keimte Hoffnung bei Sebastian auf, als er ein Wahnsinns-Leg spielte und sich nach zwölf Darts auf 96 Punkte Rest stellte. Er verpasste dann den 15-Darter und brachte das Leg anschließend nicht mehr ins Ziel. Das war letztlich die Entscheidung, für die Berens wenig später mit einem 52’er Finish via Tops und Doppel-6 auch offiziell sorgte. Mit diesem 8:2-Sieg kletterte Berens erstmals in dieser Saison auf einen Nicht-Abstiegsplatz, während für Sebastian der vorletzte Platz und damit auch die Teilnahme am Qualifikationsturnier feststehen.

Auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen ist am vorletzten Spieltag Justin Yalcinkaya. Der musste sich gegen Tobias Gürtler beweisen, den er in einem offiziellen Match noch nie hatte schlagen können. Vielleicht war das auch zu sehr in seinem Kopf, denn bereits zu Beginn der Partie legte Gürtler den Grundstein für einen nie gefährdeten Sieg. Die ersten beiden Legs holte er nach durchaus ansprechender Leistung, bei der er sich auch enorm sicher auf die Doppel präsentierte. Spätestens ab dem 2:0 schien Yalcinkaya anzufangen nachzudenken. Es war die Phase, die diese Partie entschied. Justin kam einfach nicht zu genügend Triple-Treffern und konnte so nicht ausnutzen, dass auch „One Fifteen“ sein Niveau nicht lange halten konnte. Beide waren nicht imstande ihr Können abzurufen, jedoch blieb Gürtler souverän genug um sich bis auf 4:0 abzusetzen. Vielleicht hätte ein Leggewinn „Tranquillo“ nochmal mehr Mut gemacht, doch nachdem er in den ersten vier Legs kein Glück hatte, kam im fünften auch noch Pech dazu. Er hatte sich auf die Doppel-10 platziert und sein Pfeil traf auch tatsächlich das Ziel. Gefühlt wie in Zeitlupe fiel er allerdings wieder raus. Gürtler schnappte sich das Leg noch und tat seinem Gegner damit nochmal enorm weh. Zwar konnte sich „Tranquillo“ im siebten Leg dann doch noch ein Leg sichern und somit zumindest den Whitewash verhindern, für eine Aufholjagd war es jedoch bereits zu spät. Und so spazierte Tobias mit einem 8:1-Erfolg über die Ziellinie und sicherte sich damit, wie sich später herausstellen sollte, bereits den vierten Tabellenplatz. Justin hingegen muss nun am letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen.

„Dynamite“ sichert sich Rang drei

Es war die Partie, über die im Vorfeld am meisten gesprochen wurde. Klar, wenn zwei Vorstandsmitglieder aufeinandertreffen. Kenny Sprenger bekam es mit Denny Volkgenannt zu tun und wollte die Partie spannend reden. Was an diesem Tag geschah hatte jedoch mit Spannung nicht viel zu tun. Ganz im Gegenteil. Sprenger brannte ein Dartsfeuerwerk par excellence ab. Doch danach sah es zu Beginn der Partie zunächst gar nicht aus. Ganz im Gegenteil, Kenny schien sogar recht zu behalten, denn „Double-D“ war es, der die Anfangsphase bestimmte. Doch er konnte dabei seinem Spitznamen nicht gerecht werden und verfehlte sie immer wieder, die Doppel. So holte sich doch Kenny die Legs, wenn auch mit 29 beziehungsweise 30 Darts weit unter dem, was er zu leisten imstande ist. Das merkte „Dynamite“ wohl auch selber, legte endlich einen höheren Gang ein und explodierte in seiner Leistung. Ab da hieß es für Volkgenannt nur noch zuschauen und applaudieren. Ein Leg dauerte nochmal 23 Darts, alles andere waren 20 Darts oder weniger. Eine herausragende Performance von Kenny, dem dabei sogar ein 14-Darter gelang. Sein bisher bestes Leg überhaupt und das in einem Ligaspiel. So musste sich Denny am Ende tatsächlich einen 8:0-Whitewash abholen und durch diese deutliche Niederlage ist rein rechnerisch nun sogar noch der Abstieg möglich. Für Kenny hingegen endet diese Saison aller Voraussicht nach auf dem dritten Tabellenplatz. Besser ginge es nur, wenn er am letzten Spieltag selbst Marvin Fink schlagen und zeitgleich René Kähler gegen Marcel Berens verlieren würde.

Ebenjener René Kähler zeigte sich in den letzten Spielen eher unter seinem selbstformulierten Leistungsniveau. Gut für ihn war da der Spielplan, denn die Akteure der oberen Tabellenhälfte hat er alle bereits hinter sich. Nun musste er nur noch gegen die Abstiegskandidaten. Auch wenn er selbst jeden Gegner ernst nimmt und niemals einen Sieg voraussetzen würde, schien es doch im Vorfeld sehr abwegig, dass er gegen Alexander Plewka Punkte liegen lassen würde. Ein paar Legs, vielleicht, aber auf Distanz schien das ein absoluter Pflichtsieg für René zu werden. Doch tatsächlich hatte Kähler wieder Probleme sein Spiel ans Board zu bekommen und Plewka zeigte, dass er nicht gekommen war, um das Spiel abzuschenken. Doch ein 98’er Zwei-Dart-Finish im ersten Leg, versetzte „Acki“ den ersten Dämpfer. Der gab aber nicht auf und kämpfte vor allem in den ersten Legs immer wieder. Nachdem Kähler ein 139’er Finish verpasste, checkte er die nächsten Legs auf der Doppel-11 und Doppel-13, klassisch. Eine 140 von „The ENERgy“ kommentierte Caller Jürgen mit: „Zu gut geworfen, beide in einem Loch!“ und sah daraus folgend einen 17-Darter zum 5:0. Im sechsten leg verpasste Plewka es dann, sich ein Leg zu schnappen, denn er bekam noch einige Möglichkeiten. So aber holte Kähler sich die anschließenden drei Legs und machte mit dem 8:0-Sieg alles klar.

Am letzten Spieltag gibt es das Fernduell um den Klassenerhalt. Justin Yalcinkaya muss gegen Sebastian Pöpplow mindestens einen Punkt holen und dann hoffen, dass René Kähler sich gegen Marcel Berens durchsetzt. Denny Volkgenannt könnte den Klassenerhalt endgültig klar machen, sollte er gegen Tobias Gürtler zumindest ein paar Legs für sich entscheiden können. Und dann gibt es noch ein echtes Schmankerl. Der designierte Meister der ersten internen Dartfighters Liga bekommt es mit dem vermeintlich formstärksten Akteur des Vereins zu tun. Marvin Fink trifft auf Kenny Sprenger und zu erwarten ist die bislang schwierigste Begegnung für Fink. Ob Sprenger wirklich mithalten kann, es wird sich zeigen.

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